Schneeschuhtour Schönbüel 26. – 27. Januar 2019

Aktualisiert: 11. Feb 2019

Die Wetterprognosen nicht wirklich einladend, dennoch starteten wir 15 wetterfesten Alpinisten voller Freud und Zuversicht das vielversprechende Schneeschuhweekend Schönbüel, das Peter Bolliger professionell für uns geplant hatte. Im Zug via Luzern nach Lungern, die Wolken grau in grau, aber die Züriträffler mit viel Palaver und heiterem Gemüt. Freudig begrüssten wir Susanne die sich das erste Mal zu uns in den Züriträff gesellt hatte.

Am Bahnhof Lungern angekommen, wurden wir sogleich mit einem Shuttle-Rufbus bis zur Talstation der Gondelbahn gebracht. Dieser Dienst ist kostenlos, aber eine kleine Gage ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Lungern-Turren-Schönbühl ist ein ehemaliges Skigebi

et welches heute ausschliesslich auf Schneeschuhplausch, Skitouren, und im Sommer auf Wanderer ausgerichtet ist. Also goldrichtig für solche wie wir. Im Restaurant der Bergstation Turren angekommen, gönnten wir uns vorerst den obligaten Kafihalt. Die hiesige Werbung verspricht eine herrliche Aussicht auf die Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Nur für uns hatte die Wetterfee nur beschränkt Gehör.

Gut eingepackt in unsere sportliche Wintergarderobe und eingeschirrt starteten wir den ca. 500 m Aufstieg zum Berghuis Schönbüel. Der eisige Wind hatte die Wolken auseinander-getrieben, sodass wir in den Genuss der imposanten Aussicht auf den Brienzer See und auf die Berner Alpen kamen. So lässt sich auch ein Mittagsrast am Wegrand mit den Schneeschuhen unter den Füssen leicht geniessen. Bald schon ging es dann aber steil aufwärts zum Berghuis das schon von weitem grüsste. Dort angekommen wurden wir vom Hüttenwart Dieter Raebel gastfreundlich begrüsst. Der Huiskafi musste nicht lange auf sich warten lassen. Die Sonne lugte neckisch hinter den Wolken hervor, und bald schon bot sich uns ein atemberaubendes Alpenpanorama als Belohnung für unsere sportliche Tour. Die ganz sportlichen machten sich noch auf 200 m bis zum Gipfel. Im Prinzip hätte sich das für mich auch gehört, aber ich wählte diesmal lieber die warme Gaststube.

Liebevoll eingerichtete 2 und 4 Bett-Zimmer wurden für uns hergerichtet. Doris und ich bekamen das schönste Eckzimmer mit 180 Grad Alpenpanoramablick. Das Zimmer hiess Heidi und Peter. Wäre Erica mitgekommen hätten wir das Zimmer bestimmt unserem Peter überlassen. Wir hatten allerdings andere Besucher, um das Zimmer zu bestaunen. Oder etwa uns?? Zum Nachtessen hatten wir die Wahl zwischen Fondue, Älplermagronen oder Bratwurst mit Rösti. Die Menus mundeten sehr und die Stimmung wie immer wohlgesonnt. Die Betten bekamen uns dennoch zeitig zu sehen für unsere Fitness für den nächsten Tag.

Das Frühstücksbuffet präsentierte sich mit frischem Zopf, Brot, Käse, Aufschnitt und Birchermüesli für eine genussvolle Verpflegung zur Stärkung für den Tag. Das Wetter jedoch wieder grau in grau und der Wind kündete sich als unser Begleiter an. So wurde nichts aus der Rundtour via Tüfengrat und dem Höch Gumme.

Der Abstieg zur Bergstation Turren mit einigen Zusatzschlaufen im Tiefschnee war leicht und mit viel Spass zu bewältigen. Es gibt halt immer solche auf die man warten muss wegen Föteli und sonstigen zusätzlichen Zusatzschlaufen etc. Aber immer wieder gerne!

Im Restaurant der Bergstation Turren war Mittagessen vorgesehen und wir mussten uns schon am vorherigen Tag bei Ankunft auf ein Mittagsmenu festlegen mangels Flexibilität der Wirtin. Fleischvögel mit Reis und Gemüse war der Plan und löste keine grosse Begeisterung aus. Wie gut, dass die Wirtin sich auch für Ausnahmen gewinnen liess. Die Vögel waren aber gut und auch sie wurde allmählich freundlicher. Bald schon ging es mit der Gondelbahn wieder hinab nach Lungern. Uns blieb genügend Zeit für den Fussmarsch durchs Dorf bis zum Bahnhof, um dort im Bahnhöfli einzukehren für einen letzten Alpenkafi bis zur fahrplanmässigen Abreise.

Lieber Peter, vielen Dank für die Organisation dieser sportlichen und genussvollen Tour an der alles reibungslos funktioniert hat wie am Schnürchen, dank deiner guten Reiseleitung. Liebe Susanne, wir freuen uns, dass es Dir so gut gefallen hat mit uns!

Monika Baumann

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