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Schneeschuhtour Morteratsch 24. – 25. Januar 2026

  • 16. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Was für eine fantastische und abenteuerliche Schneeschuhtour, von der ich gerne berichte, um diese unvergesslichen Momente festzuhalten und mit anderen zu teilen.


Die Wettervorhersage war nicht so einladend, dafür umso mehr Peters vielversprechendes Programm für eine Schneeschuhtour gut geplant und wie immer vom Feinsten! Aber diesmal gespickt mit unvorhergesehenen Ereignissen beginnend am Treffpunkt am Zürich HB am frühen Samstagmorgen an dem plötzlich eine Teilnehmerin zur Gruppe stiess, die nicht auf der Anmeldeliste stand. Wer, warum, wieso?


Die Hinfahrt via Chur – Samedan – Pontresina – Morteratsch, war wie gewohnt sehr kommunikativ und das ist auf Interesse gestossen bei der Vertretung der schwedischen Regierung, dessen Reise nach dem WEF in Davos nach St. Moritz führte. Diese beiden elegant bekleideten Damen zeigten sich sehr begeistert über uns und unsere Aktivitäten.


Nach Ankunft im Hotel AI Vadret Lodge wie konnte es anders sein, eine weitere Überraschung! Eine aus unserer Gruppe ist im Zug sitzen geblieben! Wer, warum? Auch das verrate ich Dir nicht!


Nach dem Mittagessen, alle wieder komplett, machten wir uns auf, hinauf zu den Eisgrotten des Morteratsch-Gletschers. Anfänglich ein gemächlicher Aufstieg. Der Himmel bedeckt, nur ab und zu lugten ein paar wärmende Sonnenstrahlen verspielt zwischen den Wolken hervor und boten ein spektakuläres Panorama. Bald schon wurde der Anstieg nur beschwerlich mit den Schneeschuhen zu bewältigen, da der felsige Weg kaum mit Schnee bedeckt war. Die Schneeschuhe erwiesen sich als eher hinderlich und sorgten dafür, dass wir kaum vorankamen. Dafür wurden wir mit den eindrücklichen Eisgrotten belohnt bei deren Begehung sich die Schneeschuhe wiederum als hilfreich erwiesen. Das Glatteis knirschte gespenstisch unter den Schneeschuhen dieses gewaltigen Eismassiv umgeben von kunstvoll geformten Eisfiguren. Der Abstieg, begleitet von einem eisigen Wind, eine Herausforderung, und nicht nur für uns. Einige Touristen mit unpassendem Schuhwerk hatten ebenso zu kämpfen. Mühsam kämpften wir uns mit den Schneeschuhen durch den felsig schmalen, kaum mit Schnee bedeckten Weg, mit Bauchlandungen und Rutschpartien auf dem Gesäss. Bald schon wurden wir von einer eiligen Gruppe, die ohne Schneeschuhe unterwegs waren, eingeholt. Sie waren über unser langsames Vorankommen gar nicht erfreut und liessen dem Ärger freien Lauf, zeigten sich dann aber hilfsbereit.



Im Hotel wurden wir im Nebenhaus untergebracht in modernen und praktisch eingerichteten 2 und 4 Bett Zimmer. Es hatte intensiv zu Schneien begonnen, sodass der Weg zum wohlverdienten Nachtessen im Haupthaus unmöglich mit abendlichen «Usgangsschüeli» begehbar war. In geselliger Runde gönnten wir uns den Apéro. Mein erfrischender Gletscherspritz ist mir ziemlich eingefahren! Das gehört dazu, sowie ein vorzügliches 4 Gang Nachtessen. Eine wahrliche Gaumenfreude, welche wir in der gemütlichen Gaststube geniessen konnten.


Der Sonntag startete mit kräftigem Schneefall und so mussten wir uns durch die hohen Schneemaden zum Frühstücksbuffet ins Haupthaus durchkämpfen.  


Uns erwartete eine weitere spektakulär abenteuerliche Schneeschuhtour. In einer Kolonne starteten wir den Train, angeführt von Peter, der uns kraftvoll den Weg durch die enorme Schneemenge spurte bei anhaltend starkem Schneefall. So pflügten wir uns durch das grau verhangene Bernina Tal und kamen nur langsam voran, sodass wir die geplante Tour nicht vollständig begehen konnten. Wir waren zur Umkehr gezwungen und nahmen den Rückweg zur nächsten Bahnstation auf einem uns unbekannten Rückweg in Angriff. Es lauerten Gefahren! Ein metertiefes Einsinken und einige Bauchlandungen in die riesigen Schneemassen aus der wir uns nur schwerlich befreien konnten. Ein unberechenbares Tal mit drohenden Bächen und Gräben unter den Schneemassen versteckt. Das Überqueren der Bahnschiene, um auf die gegenüberliegende Strasse zu gelangen erschien uns sicherer, da die Bahnlinie weit überschaubar war.


Liebe Berggänger, wir müssen mit allem rechnen! Dafür bleiben die Erinnerungen lange erhalten. Dir, lieber Peter, ein riesiges Dankeschön für diese unvergessliche Tour. Wir kommen wieder, keine Frage!

Monika Baumann

 
 
 

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