Velotour


Am Bahnhof Lenzburg staunte ich nicht schlecht – Susanne, Urs, Theo und ich waren die einzigen Züritreffler, die zur Velotour von Lenzburg nach Luzern aufbrachen. Keine Ahnung, wo die anderen geblieben sind, das Wetter konnte nicht der Grund sein, es war ein prächtiger, sonniger Tag. Vorbei an Weiden mit Kühen und Pferden, Äckern mit farbigen Rapsfeldern, Wäldern mit vielfältigen Grüntönen, Häusern mit liebevoll gepflegten Gärten und Blumen gelangten wir auf schmalen Strassen weiter. Siehe da, plötzlich liegt links unter uns der Hallwilersee und vor uns ein herrliches Alpenpanorama. Gemütlich radeln wir auf diesem Höhenzug weiter bis nach Reinach. Bei Theo zu Hause im Garten gibt es eine Pause, wir werden mit Getränken und Snacks verwöhnt. Frisch gestärkt geht es weiter Richtung Beromünster. Ein Stück dem alten Bahntrassee entlang (die Bahn Beromünster nach Beinwil am See wurde 1992 aufgehoben) und vor uns der Antennenturm. Danach ein schweisstreibender Aufstieg nach Herlisberg. Theo motiviert die Schreibende und verspricht, dass es nachher nur noch abwärts gehen würde. In Römerswil ist unser Mittagshalt, auf der Terrasse geniessen wir den grandiosen Ausblick auf die Alpen. Theo schlägt uns vor, den Garten der Stille, ein Kraftort in Römerswil, zu besichtigen, was wir gerne tun. Fünf Pfauenvögel, die ihr farbenprächtiges Rad schlagen, stehen stolz am Eingang der Anlage. Ein verwunschener, wilder grosser Garten mit Nischen und Plätzen, die zum Verweilen einladen. Da sich in der Zwischenzeit einige Wolken am Himmel gebildet haben, sitzen wir bald wieder auf dem Sattel und fahren mit Tempo (es geht abwärts, wie versprochen) Richtung Luzern. Bei Emmen überqueren wir den Militärflugplatz und gelangen der Reuss folgend direkt ins Herz von Luzern, vorbei an der Kapellbrücke zum Bahnhof. Vor dem KKL trinken wir noch etwas und kehren dann müde, aber zufrieden, heimwärts. Vielen herzlichen Dank, Theo, für die gute Führung und deine Gastfreundschaft, es war eine wunderschöne Velotour.

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